Orientalische Schabe

Die Orientalische Schabe wird zwischen 20 und 28 mm groß. In der Umgangssprache wird dieser Schädling oft auch als Küchenschabe, Brot- oder Bäckerschabe bzw. schlichtweg Kakerlake bezeichnet. Das nahezu schwarz gefärbte Schaben-Weibchen besitzt nur Flügelstummel, während das kastanienbraune Männchen Flügel besitzt, die nur etwas kürzer sind, als sein Hinterleib. Nach einer Tragezeit von nur zwei bis fünf Tagen legt das Weibchen wahllos ein Eipaket mit 16 Eiern ab, aus denen nach zwei bis drei Monaten die Larven schlüpfen. Die wärmeliebenden Orientalischen Schaben entwickeln sich bei hohen Temperaturen innerhalb von 22 Wochen vom Ei zur fertigen Schabe. Bei ungünstigeren Bedingungen kann sich die Entwicklung auf ein Jahr erstrecken. Die Schabe ernährt sich von weichen, faulenden und feuchten Lebensmitteln. Daneben dienen ihr auch Leder, Papier und anderes Gewebe als Nahrung. Sie hinterlässt Verschmutzungen und kann Fäulniserreger sowie Krankheitskeime wie Milzbrand, Tuberkulose oder Salmonellenvergiftung übertragen. Bei einem Schabenbefall entsteht ein widerlicher, süßlicher Geruch. Eine professionelle Schabenbekämpfung beginnt mit der Detektion des Schädlings mittels Klebefallen, die mit geeigneten Lockstoffen versehen sind. Anschließend wird die eigentliche Bekämpfung mit Fraßködern oder Sprühinsektiziden durchgeführt. Da beim Einsatz von Fraßködern die Belastung für die Umwelt deutlich geringer ist, wird dieses Verfahren bevorzugt eingesetzt. Einzelmaßnahmen führen bei der Schabenbekämpfung meist nicht zum erhofften Erfolg. Zu einer effektiven Beseitigung sind kontinuierliche Maßnahmen und die regelmäßige Ãœberprüfung der Ergebnisse erforderlich.

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